Open Source seit 2018

Strom erzeugen.
Menschen stärken.

Der Rotor ist ein kostengünstiges, schwimmendes Kleinstwasserkraftwerk für Regionen ohne Stromnetz. Was als Kunstprojekt begann, wurde zum Start-up – und seit 2018 sind alle Baupläne frei als Open Source verfügbar.

655 Mio.

Menschen hatten 2024 noch keinen Stromzugang

> 85 %

davon leben in Subsahara-Afrika – meist im ländlichen Raum

300 W

pro Rotor bei ca. 1,7 m/s Fließgeschwindigkeit

24/7

Stromerzeugung – Tag und Nacht, anders als Solar
Quelle: Tracking SDG7 – The Energy Progress Report 2026 (IEA, IRENA, UN DESA, Weltbank, WHO).
Die Idee

Strom aus dem Fluss – einfach und robust

Der Rotor liefert Strom als einfache Plug-and-play-Lösung in unterschiedlichsten Regionen – mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Er besteht aus weltweit verfügbaren Materialien, die durch verschiedenste Recyclingmaterialien ersetzt werden können. Die Wartung ist dadurch einfach und günstig.

Fließendes Wasser ist fast überall verfügbar. Anders als Solarmodule erzeugt der Rotor Tag und Nacht Strom – für Licht, die Kühlung von Medikamenten oder das Laden von Batterien und Mobiltelefonen in abgelegenen Regionen.

Projektgeschichte

Vom Kunstprojekt zu Open Source

2009 – 2012

Das Kunstprojekt wasser-werke

Der Installationskünstler Markus Heinsdorff und das Wasserbaulabor der Technischen Universität München (TUM) setzen sich in Objekten und Installationen mit Wasser auseinander – gezeigt in Ismaning, München, São Paulo, Rio de Janeiro (Rio+20) und Bangalore. Hier entsteht die Idee des Rotors.
2012

Erster Prototyp

Nach Modellversuchen in der Versuchsrinne des TUM-Wasserbaulabors entwickelt Andreas Zeiselmair den ersten funktionsfähigen Prototyp, getestet in der Loisach bei Beuerberg.
2013

Start-up mobile hydro

Der Rotor wird Finalist des empowering people. Award der Siemens Stiftung in Nairobi. Beflügelt von diesem Erfolg wird das Start-up mobile hydro gegründet.
2014 – 2017

Entwicklung und Pilotprojekte

Ein Team aus Ingenieur:innen, Designer:innen und Studierenden entwickelt vier Prototyp-Generationen, ein Pilotprojekt in Bangladesch (2015) und Feldtests. Das Projekt wird u. a. beim Falling Walls Lab, der Ars Electronica, der MCBW und der MUST vorgestellt.
Seit 2018

Open Source

Nach einer gemeinsamen Entscheidung endet die Start-up-Phase und der Rotor wird vollständig Open Source: Alle Konstruktionsdateien, Zeichnungen und Berichte stehen allen frei zur Verfügung.
Seit 2025

Designing Energy

Markus Heinsdorff und Andreas Zeiselmair setzen ihre Zusammenarbeit von Kunst und Wissenschaft im Projekt Designing Energy fort – der Rotor ist auch Teil der Ausstellung.
Heute

Designing Energy

Die Geschichte geht weiter: Designing Energy ist ein Kunst-Wissenschafts-Projekt, das die Zukunft der Energie an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technik, Architektur und Kunst erkundet. Der Rotor – ein Wasserkraftwerk, das aus einem Kunstprojekt entstand – ist Teil der Ausstellung von Designing Energy.

The Rotor on a red background – key visual of the Designing Energy exhibition
Motiv der Ausstellungen Designing Energy – Raitenhaslach/Burghausen (Aug.–Sept. 2025) und Flughafen München (Okt. 2025–Jan. 2026)
Ursprung

Entstanden aus Kunst und Wissenschaft

Der Rotor ist eine Idee des Installationskünstlers Markus Heinsdorff. Sein Kunst- und Wissenschaftsprojekt wasser-werke, eine Kooperation mit dem Wasserbaulabor der TUM, zeigte Objekte, Installationen, Video und Fotografie mit und über Wasser.

Aus diesem Dialog zwischen Kunst und Ingenieurwesen entstand die Frage, wie sich fließendes Wasser möglichst einfach nutzen lässt, um Menschen ohne Netzanschluss mit Strom zu versorgen. Auf Initiative des Umweltingenieurs Andreas Zeiselmair bildete sich ein Team aus Ingenieur:innen und Studierenden, das – unterstützt von mehreren Hochschulen – einen einsatzfähigen Prototyp entwickelte.

World map of night lights: bright clusters in Europe, North America, India and East Asia, large dark areas in Africa and South America

Unsere Welt bei Nacht – beleuchtet durch Strom

World map of the major rivers on grey land masses with a light blue ocean and 10-degree grid

Unsere großen Flüsse

Ausgangslage bei Projektstart (2014)

Netzferne Energieversorgung

95 % Diesel, 2 % Wind, 3 % Solar (Marktanalyse 2014)

Seitdem sind netzferne Solaranlagen und Solar-Mini-Grids stark gewachsen – Dieselgeneratoren sind aber weiterhin verbreitet, und Solarstrom steht nachts ohne Speicher nicht zur Verfügung.

Die Herausforderung

Probleme herkömmlicher Lösungen

Marktannahme 2014

Annahmen

Mindestens 10 % der Menschen ohne Strom, aber mit Zugang zu Flüssen, geben jährlich 20 US-Dollar für Lampenöl aus.

Industrial Design – TUM
Technik

Einfach, skalierbar, lokal

Energieerzeugung

Hydraulik

Fertigung

Leistungsbedarf verschiedener Verbraucher

Bis zu 300 W pro Rotor

Genug für Licht, die Kühlung von Medikamenten oder das Laden von Batterien und Mobiltelefonen in abgelegenen Regionen.
Pilotprojekt 2015

Bangladesch

Dieser Rotor wurde 2015 von Benoit Durillon (Association Watever) mit den vor Ort verfügbaren Mitteln in Bangladesch gebaut und getestet. Er ist einer der ersten Prototypen.

Zielsetzung

Feldtest 2012

Test des ersten Prototyps

Loisach – Beuerberg, Bayern
Netzwerk 2013–2017

Partner und Unterstützer

Auszeichnungen

Preise

empowering people. Award 2013 – Finalist (Siemens Stiftung)
Hidroenergia 2014
Recycling Designpreis

Bau dein eigenes Wasserkraftwerk

Alle 2D- und 3D-Konstruktionsdateien, die Stückliste und Projektberichte stehen frei zur Verfügung.
Nach oben scrollen