Open Source seit 2018
Strom erzeugen.
Menschen stärken.
655 Mio.
> 85 %
300 W
24/7
Die Idee
Strom aus dem Fluss – einfach und robust
Der Rotor liefert Strom als einfache Plug-and-play-Lösung in unterschiedlichsten Regionen – mit einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Er besteht aus weltweit verfügbaren Materialien, die durch verschiedenste Recyclingmaterialien ersetzt werden können. Die Wartung ist dadurch einfach und günstig.
Fließendes Wasser ist fast überall verfügbar. Anders als Solarmodule erzeugt der Rotor Tag und Nacht Strom – für Licht, die Kühlung von Medikamenten oder das Laden von Batterien und Mobiltelefonen in abgelegenen Regionen.
Projektgeschichte
Vom Kunstprojekt zu Open Source
2009 – 2012
Das Kunstprojekt wasser-werke
2012
Erster Prototyp
2013
Start-up mobile hydro
2014 – 2017
Entwicklung und Pilotprojekte
Seit 2018
Open Source
Seit 2025
Designing Energy
Heute
Designing Energy
Die Geschichte geht weiter: Designing Energy ist ein Kunst-Wissenschafts-Projekt, das die Zukunft der Energie an der Schnittstelle von Wissenschaft, Technik, Architektur und Kunst erkundet. Der Rotor – ein Wasserkraftwerk, das aus einem Kunstprojekt entstand – ist Teil der Ausstellung von Designing Energy.
Ursprung
Entstanden aus Kunst und Wissenschaft
Der Rotor ist eine Idee des Installationskünstlers Markus Heinsdorff. Sein Kunst- und Wissenschaftsprojekt wasser-werke, eine Kooperation mit dem Wasserbaulabor der TUM, zeigte Objekte, Installationen, Video und Fotografie mit und über Wasser.
Aus diesem Dialog zwischen Kunst und Ingenieurwesen entstand die Frage, wie sich fließendes Wasser möglichst einfach nutzen lässt, um Menschen ohne Netzanschluss mit Strom zu versorgen. Auf Initiative des Umweltingenieurs Andreas Zeiselmair bildete sich ein Team aus Ingenieur:innen und Studierenden, das – unterstützt von mehreren Hochschulen – einen einsatzfähigen Prototyp entwickelte.
Unsere Welt bei Nacht – beleuchtet durch Strom
Unsere großen Flüsse
Ausgangslage bei Projektstart (2014)
Netzferne Energieversorgung
95 % Diesel, 2 % Wind, 3 % Solar (Marktanalyse 2014)
Seitdem sind netzferne Solaranlagen und Solar-Mini-Grids stark gewachsen – Dieselgeneratoren sind aber weiterhin verbreitet, und Solarstrom steht nachts ohne Speicher nicht zur Verfügung.
Die Herausforderung
Probleme herkömmlicher Lösungen
- Hohe Betriebskosten
- Keine Stromerzeugung rund um die Uhr
- Unzuverlässige Brennstoffversorgung
- Hohe Anfangsinvestitionen
- Hohe CO₂-Emissionen
- Schwierige Wartung, die Fachpersonal erfordert
Marktannahme 2014
Annahmen
Mindestens 10 % der Menschen ohne Strom, aber mit Zugang zu Flüssen, geben jährlich 20 US-Dollar für Lampenöl aus.
Technik
Einfach, skalierbar, lokal
Energieerzeugung
- Leistungsbereich 100 bis 300 W
- Generator über der Wasseroberfläche
- Batteriepuffer (Autobatterie) und Laderegler
- Skalierung durch Parallelbetrieb
Hydraulik
- Schwimmende Pico-Wasserturbine mit vertikaler Achse
- Nutzung der kinetischen Energie fließenden Wassers
- Bewährtes Prinzip (Darrieus-Turbine)
Fertigung
- Kostengünstige Standardkomponenten
- Einsatz von Recyclingmaterialien
- Lokale Fertigung
Leistungsbedarf verschiedener Verbraucher
Bis zu 300 W pro Rotor
Pilotprojekt 2015
Bangladesch
Dieser Rotor wurde 2015 von Benoit Durillon (Association Watever) mit den vor Ort verfügbaren Mitteln in Bangladesch gebaut und getestet. Er ist einer der ersten Prototypen.
Zielsetzung
- Aufbau eines Netzwerks für ländliche Energieversorgung
- Menschen erreichen, die bisher keinen Stromzugang haben
- Dieselgeneratoren als wichtigste netzferne Energiequelle ersetzen
Netzwerk 2013–2017
Partner und Unterstützer
Auszeichnungen
Preise