Standortbewertung
Einsatzkriterien
1,7 m/s
> 1,0 m
1,25 m
3–4 m
Technische Kriterien
Die Fließgeschwindigkeit ist entscheidend
Der wichtigste Faktor für die Leistung des Rotors ist die Fließgeschwindigkeit des Wassers. Mit dem finalen Prototyp lassen sich bei ca. 1,7 m/s rund 300 W erzeugen. Je schneller, desto besser: Eine doppelte Fließgeschwindigkeit bedeutet die achtfache Leistung (P ~ v³).
Fließgeschwindigkeit vor Ort messen
Bewährt hat sich die Messung der Oberflächengeschwindigkeit – die einfachste Methode. Ein Schwimmkörper (z. B. ein Stück Holz oder Papier) treibt mit der Strömung über eine festgelegte Strecke x (z. B. 10 m) bis zum geplanten Standort des Rotors; die benötigte Zeit t wird gestoppt. Die Messung sollte mindestens dreimal wiederholt und protokolliert werden.
v = x / t
Die Methode ist zwar etwas ungenau, aber einfach, ohne Messtechnik durchführbar und ausreichend.
Geometrie des Gewässers
Der Rotor hat eine Eintauchtiefe von 75 cm; die Wassertiefe sollte daher mehr als 1,0 m betragen, damit der Rotor auch bei schwankendem Wasserstand durchströmt wird.
Der Rotor ist ca. 1,25 m breit, die Breite des Flussbetts spielt daher kaum eine Rolle. Je nach Querschnitt sollte sie mindestens 3–4 m betragen.
Weitere zu klärende Fragen
- Ist der Abfluss das ganze Jahr über konstant? Wie stark hängt er von Niederschlag und Regenzeiten ab, und wie stark sinkt er in der Trockenzeit?
- Gibt es offizielle Daten oder kann die lokale Gemeinschaft Auskunft geben?
- Welche Möglichkeiten gibt es für Sicherung und Eigentum einer Pilotinstallation?